Premium Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
1597
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Albert Kappis (1836 Wildberg - 1914 Stuttgart)
1597
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Albert Kappis (1836 Wildberg - 1914 Stuttgart)
Estimate €18,000 - €36,000
Voluntary lot
Description
Albert Kappis (1836 Wildberg - 1914 Stuttgart)
Am Rhein bei Koblenz
Kappis hat in diesem frühen Hauptwerk von 1864 höchst souverän die Einflüsse der Maler aus der Schule von Barbizon umgesetzt, nachdem diese 1863 in der Internationalen Kunstausstellung in München prominent vertreten waren. Dargestellt ist eine sonntägliche, sommerliche Szene mit Ausflüglern an einer pittoresken Kellerei (bzw. Besen- oder Straußenwirtschaft), die von einer kleinen Terrasse aus, beschützt vor der Sonne durch einen großen, baldachinartig ausladenden Baum, den Blick ins tief unten liegende Rheintal mit kleiner Stadt und Burgruine genießen. Die Figuren wirken hierbei in ihrer Lebendigkeit mitnichten aufgesetzt, sondern authentisch, zumal Kappis in virtuoser, simultaner Weise auch das Erzählerische geling. Entscheidendes Bildelement sind jedoch nicht die Staffagefiguren, sondern die Landschaft selbst, der hellblaue, duftig bewölkte Sommerhimmel und nicht zuletzt das Sonnenlicht, wie es Schatten wirft und hell durch die Weinlaube auf die alte, helle Mauer der Kellerei scheint. Kappis studierte 1855-1860 an der Kunstschule in Stuttgart bei Heinrich von Rustige und Heinrich Funk, bevor er 1860 an die Münchner Akademie zu Carl von Piloty wechselte. In München schloss er Freundschaften mit Adolf Lier, Eduard Schleich d. Ä., Anton Braith, Joseph Wopfner und Ludwig Willroider. 1867 war Kappis mit einem Gemälde auf der Weltausstellung in Paris vertreten und auch selbst reiste er nach Paris, wo er die Künstler der Schule von Barbizon direkt kennenlernte. Die Genrelemente und die Staffagefiguren wurden danach, einhergehend mit einem Stilwandel, zunehmend verdrängt durch Wiedergabe der eigentlichen Landschaft, Atmosphäre, der Licht- und Luftstimmungen. Hierdurch wurde Kappis zum Wegbereiter des "schwäbischen Impressionismus". 1871 bis 1874 lebte und arbeitete Kappis in der sog. "Schwabenburg", dem Wohn- und Ateliersitz von Anton Braith und Christian Mali in München, wodurch sich ein reger künstlerischer Austausch ergab. 1880 berief man Kappis als Professor für Landschaftsmalerei an die Stuttgarter Akademie, wo er Lehrer bekannter Impressionisten wie Otto Reiniger wurde. Öl/Lwd., doubl.; L. u. sign. u. dat. "AKappis (18)64" ("A" und "K" in Ligatur). 75,5 cm x 65 cm. Rahmen.
Vgl. A. Bühler, G. u. K. Zimmermann: "Albert Kappis (1836 - 1914). Werkverzeichnis der Gemälde", Kunsthaus Bühler, Stuttgart 2014, Nr. 9.
Oil on canvas, relined. Signed and dated (18)64. Mentioned in the catalogue raisonné, no. 9.
About the sale
International Fine Art Auction Sale No. 197 – Part II
Auction location
Auction time
09/05/2026 at 10:00 AM
Pictures credits: Contact the Auction House
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