Premium Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
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Brigitte Matschinsky-Denninghoff und Martin Matschinsky (192…
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Brigitte Matschinsky-Denninghoff und Martin Matschinsky (192…
Estimate €16,000 - €32,000
Voluntary lot
Description
Brigitte Matschinsky-Denninghoff und Martin Matschinsky (1923 Berlin - 2011 ebenda bzw. 1921 Grötzingen/Baden - 2020 Berlin)
"Eroica". Originaltitel
Messing und Zinn auf anthazitfarbenem Steinsockel (wohl Belgisch Granit), 1986. Unter dem Sockel monogr., dat. u. betitelt "M-D 86 EROICA 86". Vorläufer-Version bzw. Modell für die ca. 450 cm große Freiskulptur "Heros" von 1986/87 in Regensburg. Auf einer quadratischen Plinthe komponierter, sich organisch windender, geschlossener Rohrkörper mit Riefelung in Längsrichtung, daneben als Kontrast eine strenge, galgenartige Form aus Quadratstäben. Stiltypische Skulptur des schon seit den 1950er Jahren zusammenarbeitenden Bildhauerduos Matschinsky-Denninghoff, in dem vor allem Brigitte Meier-Denninghoff (ab 1970 Matschinsky-Denninghoff) die treibende Künstlerpersönlichkeit bildete. Diese hatte seit 1946 an der Münchener Akademie bei Toni Stadler studiert, lernte 1948 in Paris Hans Hartung kennen, war Assistentin von Henry Moore in England und 9 Monate Schülerin von Antoine Pevsner in Paris. 1949 wurde sie in München Mitbegründerin der Gruppe "ZEN 49" und beteiligte sich danach an bedeutenden Ausstellungen: u.a. 1959 documenta II in Kassel, 1962 Biennale in Venedig, 1966 Kestner-Gesellschaft in Hannover, 1967 EXPO in Montreal und Museum Folkwang in Essen. Seit 1969/70 nannte sich das Bildhauer-Duo zusammen nur noch Matschinsky-Denninghoff und ging 1970 nach Berlin. Die erste Ausstellung mit dem gemeinsamen Namen zeigte 1970 die Berliner Nationalgalerie. Dort konnte man jene charakteristischen, organisch wirkenden Rohrkörper-Arbeiten sehen, die das Duo nun in Gestalt geschwungener, schimmerender Chromnickelstahlrohre in große Formate umsetzte. Die Berliner Akademie der Künste und andere Museen zeigten 1985 die erste Retrospektive des Bildhauer-Paares. Mit ihren ikonischen, monumentalen Edelstahlskulpturen prägte das Duo vielfach den öffentlichen Raum. Zu ihren bekanntesten Werken zählt die vierteilige und acht Meter hohe Plastik "Berlin", die 1987 zur 750-Jahrfeier der Stadt am markanten Standort auf dem Mittelstreifen der Berliner Tauentzienstraße platziert wurde - ein Symbol für die geteilte Stadt, nach 1990 für die Wiedervereinigung. Ihre Skulptur "Dreiheit" (1993) auf dem Museumsvorplatz der Berlinischen Galerie wurde zum Wiedererkennungszeichen des Landesmuseums. 40 cm x 27 cm x 30 cm (mit Sockel von 27 cm x 27 cm).
Lit./Ausstellungen: Galerie Marianne Hennemann, Bonn 1986, "Mythos Beethoven"; Kunstamt Berlin-Tempelhof 1989, "Stahlskulptur im Park. Volkmar Haase, Matschinsky-Denninghoff, Karl Menzen, Herbert Press, Georg Seibert, Rudolf Valenta"; Georg W. Költzsch (Hrsg.): "Matschinsky-Denninghoff. Monographie und Werkverzeichnis der Plastiken", Köln 1992, Wvz.-Nr. 527, Abb. S. 443.
Wir danken Frau Johanna Haug, Berlinische Galerie in Berlin, für die freundlichen Informationen.
Brass and tin sculpture on anthracite coloured stone base (probably Petit Granit), 1986. Monogrammed, dated and titled "M-D 86 EROICA 86" on the bottom of the base.
About the sale
International Fine Art Auction Sale No. 197 – Part III
Auction location
Auction time
09/06/2026 at 10:00 AM
Pictures credits: Contact the Auction House
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