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Premium Kunstauktionshaus Schloss Ahlden

815 - Umfangreiche Briefsammlung von Siegfried Lenz Machinengeschr…

Estimate €3,600 - €7,200
Description
Umfangreiche Briefsammlung von Siegfried Lenz Machinengeschriebene und eigenhändige Briefe und Postkarten, signiert, Hamburg bzw. Leböllykke (Alsen), 15.11.1965 bis 29.07.1979, 4°- bzw. 8°-Format. Die Sammlung beinhaltet 20 maschinengeschriebene und 2 eigenhändige Briefe sowie 2 eigenhändige Grußkarten von Siegfried Lenz (jeweils signiert) an den deutschen Hochschullehrer Gerhard Träbing (geb. 1930 Bremen). Die Korrespondenz wird durch 18 Antwortschreiben (originale Durchschläge, nicht unterschrieben) von Träbing sowie einer Karte und einem Brief von Lilo Lenz (eigenhändig und signiert), 1 Brief (in Kopie) von Lenz an Nureeni Träbing (Tochter) sowie einer Rezension der "Deutschstunde" aus dem Spiegel vom 28.10.1968 (Kopie) und einem originalen Zeitungsartikel aus der Otago Daily Times, Dunedin/Neuseeland, April 1968, ergänzt. Gerhard Träbing, der in Frankrfurt a. M. Geisteswissenschaften studierte, suchte nach neuen intellektuellen Wirkungsräumen außerhalb Europas und gelangte so über Umwege nach Neuseeland, wo er von 1961 bis 1985 als Dozent (später als Associate Professor) an der University of Otago in Dunedin/Neuseeland tätig war. Im Jahr 1966 übernahm Träbing das Amt des Präsidenten der "Goethe Society of Dunedin", was ihm eine Schlüsselrolle in der Pflege deutschsprachiger Kultur in Neuseeland verlieh und ihn in Kontakt mit Schriftstellern, die das literarische Leben der Nachkriegszeit prägten, brachte. Unter ihnen befand sich Siegfried Lenz, dessen Werk in diesen Jahren zunehmend internationale Aufmerksamkeit erlangte. Die erste Begegnung zwischen Träbing und Lenz fand 1966 statt, wo man die Möglichkeiten einer Lesereise nach Australien und Neuseeland erörterte, die Lenz nach Vollendung seines Romans "Deutschstunde" antreten sollte. Dieser Austausch markierte den Beginn eines langjährigen Briefwechsels, der die geistige Verbindung zweier Männer dokumentiert, die über Kontinente hinweg an der Verbreitung deutscher Literatur wirkten. In den ersten Briefen der vorliegenden Sammlung wird zunächst vor allem die bislang kaum dokumentierte Lesereise Lenzs nach Australien und Neuseeland thematisiert, die im April 1968 stattfand und auf Initiative Träbings vom Goethe Institut finanziert wurde. Dieser persönliche Austausch dokumentiert aber nicht nur die genaue Reiseplanung und die Vorfreude auf diese Reise, sondern zeugt auch von der kräftezehrenden Entstehungsgeschichte der "Die Deutschstunde" und die große Erschöpfung des Schriftstellers nach deren Fertigstellung kurz vor der Abreise nach Neuseeland. Nach der Reise wechseln die Briefe in einen freundschaftlichen Modus, geprägt von familiären und gesundheitlichen Aspekten, aber auch regem fachlichem und beruflichem Austausch. A long-standing, personal correspondence between Siegfried Lenz and Gerhard Träbing, a German university lecturer based in New Zealand within 1965 to 1979. Signed typewritten and handwritten letters and greeting cards from Siegfried Lenz, supplemented by Träbing’s replies, a card and a letter from Lilo Lenz, and accompanying newspaper articles.
About the sale International Fine Art Auction Sale No. 197 – Part I
Auction location
Auction time 09/04/2026 at 10:00 AM
Pictures credits: Contact the Auction House
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